Beratung bei Hochbegabung: Ich kenne beide Seiten – als Mutter und Beraterin

Mein Name ist Jessica Wössner. Heute begleite ich Familien rund um Hochbegabung. Und bevor das mein Beruf wurde, war ich jahrelang einfach eine Mutter auf der Suche nach Antworten.
Was mir damals fehlte, war jemand, der mir sagen konnte warum mein Sohn sich so verhält und was ich nun anders machen soll. Jemand, der mir erklärt, was in diesem Kind gerade vorgeht und mir dabei hilft, das für die Schule und für mich selbst so zu übersetzen, dass wir es verstehen können. Und vor allem suchte ich Jemanden, der weiß wie sich das anfühlt, wenn das Kind nicht mehr zur Schule geht mit all den weiteren Themen die dazu gehören.
Mein mittlerer Sohn verweigerte im 7. Schuljahr komplett die Schule. Nicht gelegentlich, sondern so, dass wir morgens zu Hause standen und ich nicht mehr wusste, ob ich ihn in die Schule hineintragen oder einfach zu Hause bleiben sollte. Ich hatte mit Lehrern gesprochen, mit dem Schulpsychologischen Dienst, mit der Schulaufsichtsbehörde, der Hochbegabtenförderung des Kultusministeriums, mit Ärzten und Psychologen. Jeder hatte eine Meinung, aber irgendwie passte das dann nicht so recht zu dem Kind was ich zu Hause erlebt habe. Also bin ich auf Suche gegangen.
Diesen Menschen habe ich nicht gefunden, zumindest nicht so, wie ich es gebraucht hätte. Ich habe angefangen, es selbst zu werden.
Mein Weg als Beraterin für Hochbegabung: Was ich mitbringe
- Begabungspsychologische Beraterin, zertifiziert durch das DZBF
- Bega-PSI-Diagnostikerin, nach Prof. Dr. Julius Kuhl
- Verwaltungsfachlicher Hintergrund – und damit Erfahrung mit Behörden, Schulsystem und Anträgen
- Mutter von drei höchstbegabten Kindern mit eigener Erfahrung mit Schulverweigerung und Underachievement
- Selbst erst im Erwachsenenalter als höchstbegabt erkannt
Wie ich arbeite
Ich glaube nicht daran, dass es für jedes Problem den einen richtigen Tipp gibt. Gerade wenn Hochbegabung, Schulprobleme, Underachievement oder möglicherweise auch ADHS oder Autismus im Raum stehen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Meine Ausgangsfrage ist deshalb immer: Was passiert bei euch gerade wirklich – und warum? Denn ein Verhalten ist niemals einfach nur ein Verhalten, sondern immer eine Information.
Wenn wir verstehen, was hinter einer Schulverweigerung, fehlender Motivation, Rückzug oder ständigem Streit steckt, können wir auch anders damit umgehen.
Manchmal müssen wir zuerst die Themen gemeinsam sortieren, bevor überhaupt klar ist, was der nächste Schritt sein kann. Und manchmal ist genau diese eine Erkenntnis schon der erste Teil der Lösung in unserem ersten Gespräch.
Ich möchte dir nicht einfach noch eine Liste mit Dingen geben, die du ausprobieren kannst. Ich möchte, dass du dein Kind besser verstehst und dadurch wieder weißt, was du tun kannst.
Was du von mir erwarten kannst
Ich sage dir nicht einfach das, was du hören möchtest. Wenn ich etwas anders sehe, sage ich dir das auch. Ich verspreche dir keine schnelle Lösung. Und ich stelle keine medizinischen oder psychotherapeutischen Diagnosen. Wenn ich den Eindruck habe, dass eine andere Fachstelle sinnvoll oder notwendig ist, sage ich dir das ebenfalls.
Was ich dir geben möchte, ist Orientierung. Fundiert, ehrlich und gleichzeitig so konkret, dass du daraus etwas für euren Alltag mitnehmen kannst.
Damit aus: „Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.“ wieder „Jetzt verstehe ich besser, was hier passiert – und ich weiß, was mein nächster Schritt ist.“ wird.
